First Look vor der Trauung: Ja oder nein?
Was ein First Look ist, was dafür und was dagegen spricht und wie ihr ihn so plant, dass er sich echt anfühlt

Früher war klar: Der Bräutigam sieht die Braut zum ersten Mal, wenn sie zum Altar kommt. Heute sehen sich viele Paare schon vorher, allein und nur mit dem Fotografen in der Nähe. Diesen Moment nennt man First Look. Ob ein First Look bei eurer Hochzeit passt, hängt davon ab, was euch an diesem Tag wichtig ist.
Was ist ein First Look?
Beim First Look trefft ihr euch vor der Trauung an einem ruhigen Ort. Meist wartet einer von euch mit dem Rücken zum anderen, der andere kommt dazu und tippt auf die Schulter. Dann dreht ihr euch um und seht euch zum ersten Mal in euren Hochzeitsoutfits. Ich halte mich in dieser Zeit im Hintergrund und fotografiere, was passiert, ohne euch Anweisungen zu geben.
Was dann passiert, ist bei jedem Paar anders. Manche lachen sofort los, andere werden ganz still oder müssen weinen. Weil keine Gäste zuschauen, könnt ihr so reagieren, wie euch gerade zumute ist, und genau das sieht man später auf den Bildern.
Was für einen First Look spricht
Ihr habt einen Moment nur für euch.
Der Hochzeitstag ist voll mit Menschen, Glückwünschen und Programm. Der First Look ist oft die einzige Viertelstunde, in der ihr wirklich allein seid und in Ruhe miteinander sprechen könnt.
Die Aufregung legt sich.
Wer vor der Trauung sehr nervös ist, merkt oft, dass die Anspannung nach dem ersten Wiedersehen nachlässt. Zur Trauung geht ihr dann schon gemeinsam und nicht jeder für sich.

Ihr gewinnt Zeit für eure Gäste.
Wenn ihr euch schon vorher seht, könnt ihr einen Teil der Paarbilder und die Gruppenfotos vor der Trauung machen. Nach der Zeremonie seid ihr dann direkt bei euren Gästen, beim Sektempfang und beim Essen, statt eine Stunde lang zu fehlen.
Ihr habt mehr Spielraum beim Licht.
Im Herbst und Winter wird es früh dunkel. Mit einem First Look am Mittag habt ihr für eure Paarbilder noch Tageslicht, auch wenn die Trauung erst am Nachmittag ist. Wann die Sonne an eurem Tag untergeht, zeigt euch mein kostenloser Goldene-Stunde-Rechner.
Was gegen einen First Look spricht
Für manche Paare gehören der Gang zum Altar und der erste Blick dabei zusammen. Wenn euch das wichtig ist, lasst den First Look weg. Außerdem gilt: Der First Look braucht Zeit am Vormittag, und ihr müsst früher fertig angezogen sein. Wer gern ausschläft oder einen langen Getting-Ready-Morgen plant, sollte das im Zeitplan bedenken.

Auch mit First Look ist der Moment am Altar bewegend. Dort steht ihr vor euren Familien und Freunden, und das fühlt sich anders an als das Wiedersehen zu zweit.
So plant ihr euren First Look
Sucht einen ruhigen Ort.
Ein Park, ein Innenhof oder ein Raum in eurer Location, wo keine Gäste vorbeilaufen. Fragt bei der Location nach, ob es einen Bereich gibt, den ihr für eine halbe Stunde für euch habt.
Plant genug Zeit ein.
Für den First Look selbst reichen zehn Minuten. Wenn ihr direkt danach eure Paarbilder machen wollt, plant insgesamt etwa eine Stunde ein. Mit meinem Zeitplan-Rechner seht ihr, wie das in euren Tagesablauf passt.


Lasst den Moment einfach passieren.
Ihr müsst nichts vorbereiten und nichts darstellen. Ich sage euch nur, wo ihr stehen sollt, dann ziehe ich mich zurück. Wie ihr reagiert, entscheidet ihr selbst.
Überlegt, wer dabei sein darf.
Ein First Look muss nicht nur mit dem Partner sein. Manche Bräute machen zusätzlich einen First Look mit dem Vater oder mit den besten Freundinnen. Sprecht vorher ab, wer davon weiß, damit niemand versehentlich hineinplatzt.
Mein Fazit
Ein First Look gibt euch an einem vollen Tag ein paar ruhige Minuten zu zweit und macht den Ablauf nach der Trauung entspannter. Wenn euch der erste Blick am Altar wichtiger ist, verzichtet darauf. Entscheidet nach eurem Bauchgefühl, den Zeitplan bauen wir dann gemeinsam passend dazu.
Ihr seid noch unsicher, was zu euch passt? Beim kostenlosen Kennenlernen per Videocall sprechen wir über euren Tag und überlegen zusammen, ob ein First Look für euch Sinn ergibt.
Euer Jeffrey
