Eure Hochzeits-Checkliste: Was wann zu tun ist
Von 12 Monaten vorher bis nach der Hochzeit, damit ihr am Tag selbst einfach da sein könnt

Kurz nach der Verlobung kommt bei fast jedem Paar derselbe Moment: Man sitzt zusammen, freut sich riesig und fragt sich dann leise, womit man eigentlich anfangen soll. Location, Standesamt, Fotograf, Kleid, Gästeliste. Plötzlich wirkt alles gleichzeitig dringend, dabei hat vieles davon noch Zeit.
Was ich an einem Hochzeitstag sehe
Ich denke dabei an die Hochzeit im St. Petri Dom in Bremen. Der Brautvater führte die Braut durch das Kirchenschiff unter den Kronleuchtern, es folgten Eheversprechen, Ringtausch und der Segen für das kniende Paar. Danach Glückwünsche vor der Sandsteinfassade des Doms und ein ruhiges Paarshooting im Bürgerpark, über die verzierten Brücken und vorbei am Seerosenteich.
Was man auf den Bildern nicht sieht: die vielen Entscheidungen, die Monate vorher getroffen wurden. Sie sorgen dafür, dass ein Paar am Tag selbst einfach da sein kann. Wenn alles erledigt ist, müsst ihr an nichts mehr denken, und das sieht man den Fotos an.

Die ganze Geschichte findet ihr in der Hochzeitsreportage im St. Petri Dom und Bürgerpark Bremen.
Seit 2017 fotografiere ich Hochzeiten und bekomme bei jedem Vorgespräch mit, woran Paare denken und was sie gern früher gewusst hätten. Daraus ist diese Checkliste entstanden. Sie gilt für Standesamt, Kirche und freie Trauung, und ihr könnt alles streichen, was nicht zu euch passt.

Die Checkliste: Was wann zu tun ist
12 Monate vorher
- Gemeinsam überlegen, wie sich eure Hochzeit anfühlen soll: groß oder klein, schick oder entspannt
- Budget festlegen und klären, wer was beiträgt
- Grobe Gästeliste schreiben, denn die Gästezahl bestimmt Location und Kosten
- Wunschdatum und ein bis zwei Alternativen festlegen
- Locations besichtigen und buchen
- Beim Standesamt fragen, ab wann ihr euren Termin reservieren könnt
- Kirche oder Trauredner für eine freie Trauung anfragen
- Hochzeitsfotografen vergleichen und buchen
- Trauzeugen fragen
9 Monate vorher
- Save the Date verschicken, vor allem an Gäste mit langer Anreise
- Catering buchen, falls es nicht über die Location läuft
- DJ oder Band und eventuell einen Videografen buchen
- Brautkleid aussuchen, die Lieferzeit liegt oft bei mehreren Monaten
- Hotelzimmer für Gäste reservieren
6 Monate vorher
- Eheschließung beim Standesamt anmelden, das geht frühestens sechs Monate vorher
- Benötigte Unterlagen beim Standesamt erfragen und besorgen
- Floristik, Hochzeitstorte sowie Hair und Make-up buchen
- Anzug oder Outfit aussuchen, Eheringe aussuchen
- Einladungen gestalten, Flitterwochen buchen und Reisepässe prüfen


3 bis 4 Monate vorher
- Einladungen verschicken, mit einem Datum für die Rückmeldung
- Eheringe mit Gravur bestellen
- Transport für euch und die Gäste planen
- Musik für Einzug, Trauung und Auszug aussuchen
- Paarshooting mit eurem Fotografen machen
- Zeitplan für den Tag erstellen und den Ablauf der Trauung besprechen
- Papeterie, Gastgeschenke und Deko bestellen
1 bis 2 Monate vorher
- Bei Gästen ohne Rückmeldung nachfragen
- Gruppenfotos planen und Reden mit den Trauzeugen abstimmen
- Finale Gästezahl an Location und Catering melden, Sitzplan fertigstellen
- Foto-Wünsche und wichtige Menschen an euren Fotografen schicken
- Zeitplan an alle Dienstleister schicken, letzte Anprobe
Die letzten zwei Wochen
- Vorgespräch mit eurem Fotografen
- Eine Ansprechperson für den Tag festlegen
- Plan B für Regen festlegen
- Restzahlungen in beschriftete Umschläge packen und ein Notfallset packen
- Alle Dienstleister kurz anrufen und die Uhrzeiten bestätigen
- Am Abend vorher: alles bereitlegen, Handy laden, früh schlafen
Nach der Hochzeit
- Kleid und Anzug reinigen lassen
- Dankeskarten verschicken
- Bei Namensänderung: Ausweis, Bank und Versicherungen
- Bewertungen für eure Dienstleister schreiben
- Fotos an mindestens zwei Orten sichern

5 Tipps vom Hochzeitsfotografen
Bucht die großen drei zuerst.
Location, Trauung und Fotograf sind am schnellsten ausgebucht, besonders für Samstage im Sommer. Wenn diese drei stehen, ist der schwierigste Teil geschafft, und alles andere lässt sich darum herum planen.
Streicht, was nicht zu euch passt.
Nicht jede Aufgabe gehört zu jeder Hochzeit. Kein Save the Date, keine Gastgeschenke, keine Candybar? Völlig in Ordnung. Eine Checkliste soll euch Arbeit abnehmen und kein schlechtes Gewissen machen.
Verteilt die Aufgaben.
Schreibt zu jeder Aufgabe, wer sich kümmert. Trauzeugen, Eltern und Freunde helfen gern, wenn sie wissen, wobei. So muss nicht alles über euch beide laufen.
Schaut einmal pro Woche drauf.
Ein fester Termin reicht, zum Beispiel sonntags beim Frühstück. In zehn Minuten geht ihr die Liste einmal durch und hakt ab, was erledigt ist. So bleibt die Planung entspannt und nichts rutscht durch.
Gebt in der letzten Woche ab.
Ab der letzten Woche ist alles geplant, was geplant werden kann. Gebt die Verantwortung an eure Ansprechperson ab. Am Hochzeitstag beantwortet sie die Fragen der Dienstleister, und ihr könnt euren Tag erleben.
Ihr habt weniger als ein Jahr Zeit?
Kein Problem, das geht vielen Paaren so. Fangt einfach oben an und arbeitet die Liste in der Reihenfolge ab. Location, Trauung und Fotograf haben Vorrang, danach Catering und Musik. Vieles aus den ersten Monaten lässt sich in wenigen Wochen erledigen, wenn ihr euch die Aufgaben aufteilt. Und manche Punkte fallen bei einer kleineren Hochzeit ganz weg.
Mein Fazit
Mit einer guten Checkliste bleibt die Hochzeitsplanung übersichtlich. Ihr wisst jederzeit, was gerade dran ist, und vor allem, was noch Zeit hat. So bleibt neben der Planung genug Raum für die Vorfreude.
Ihr plant gerade eure Hochzeit in Hamburg oder Norddeutschland und sucht noch einen Fotografen? Beim kostenlosen Kennenlernen sprechen wir über euren Tag, und ich erzähle euch, worauf es bei der Planung aus meiner Sicht ankommt.
Euer Jeffrey
